Kino

Freitag, den 11. Oktober (20 Uhr) und Sonntag, den 13. Oktober (18 Uhr)

VICE – Der zweite Mann

Biopic/Satire | USA 2018 | 134 Minuten  |  Regie: Adam McKay

Dick Cheney gilt als mächtigster und umstrittenster Vizepräsident der USA. Die Präsidentschaft von George W. Bush (2001 – 2009) wurde stark durch ihn geprägt. Mit seinen Entscheidungen hat er großen Anteil an den heutigen Konflikten im Nahen Osten und der Polarisierung der amerikanischen Gesellschaft. Der Film folgt seinem Leben, stellt es aber durch Kommentare, Bildmontagen und surreale Brüche in einen größeren Zusammenhang. So weitet er sich zur hochaktuellen Satire auf ein über Jahrzehnte aufgebautes System, in der neben skrupellosen Machtmenschen auch geistig träge Wähler aufs Korn genommen werden. Entlarvend, schillernd und höchst amüsant. (NDR, filmdienst)



Programm 4. Quartal


Filmgesprächsreihe „Schlussstrich ziehen?“

Wir veranstalten 2019 gemeinsam mit der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück eine Reihe von Filmgesprächen zu neun Spiel- und Dokumentarfilmen, die sich auf unterschiedlichste Weise, oft auch humorvoll oder satirisch, mit dem Verleugnen, Verschweigen, Vergessen der 12 Jahre Nazi-Herrschaft auseinandersetzen. 12 Jahre sind nicht viel. Hält die Wirkung an? Geht uns das alles noch etwas an? Wenn ja, warum und in wie fern?
Unsere Gesprächspartner geben wir jeweils aktuell bekannt.
Beginn immer um 19 Uhr. Eintritt 5 Euro

Mit der diesjährigen 8. ZEITSCHNITT-Reihe erweitern wir den Blick auf die 1990er Jahre, welche bislang filmhistorisch nur wenig beachtet wurden.
Diese oft auch als „Transformationszeit“ bezeichneten Jahre verdienen eine sorgfältigere Hinwendung. In ihnen spiegeln sich wichtige Erfahrungen der Umbruchzeit, die bis heute nachwirken. Das Alte war noch präsent, das Neue noch nicht vergegenwärtigt. Aus dieser widersprüchlichen Situation heraus entstanden vielfältige künstlerische Reflexionen, die vielleicht erst jetzt in ihrem seismografischen Wert erfasst werden können.

Polizeiruf 110: Das Duell
DDR 1990, 78 Minuten, Fernsehspielfilm,
FSK: keine, lief zur Hauptsendezeit
R: Thomas Jacob
D: Günter Naumann, Gerald Schaale, Werner Tietze

Schneller als die schwerfällige DEFA reagierte das DDR-Fernsehen auf die sich rasant verändernde Lebenswirklichkeit im ostdeutschen Alltag. Die Folge 143 des beliebten Sonntagabend-Krimis verknüpft einen eher banalen Kriminalfall mit den Protesten am 7. Oktober 1989. Ein ertappter Dieb entwischt in der Masse der Demonstranten, Hauptmann Beck stellt ihm vergeblich nach, trifft stattdessen im Protestzug auf seinen eigenen Sohn. Bei Beck setzt ein langsames Umdenken ein. Ein außergewöhnlicher Polizeiruf 110, weil zum ersten Mal der Ermittler auch mit seiner persönlichen Seite gezeigt wird.


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